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Recht / Zivilrecht 
Donnerstag, 17.06.2021

Geschiedene Eltern streiten um Taufe - kein alleiniges Sorgerecht gerechtfertigt

Unterschiedliche Auffassungen geschiedener Eltern sind nicht automatisch ein Grund für das alleinige Sorgerecht eines Elternteils. Ein Streit über die Zustimmung zur Taufe des Kindes reicht jedenfalls nicht aus. Das hat das Oberlandesgericht Karlsruhe entschieden (Az. 20 UF 27/19).

Vor Gericht stritt ein geschiedenes Elternpaar. Der gemeinsame Sohn lebte bei der Mutter. Sie forderte das alleinige Sorgerecht. Es gebe zahlreiche Konflikte zwischen ihr und ihrem Ex-Mann. Wegen seiner Haltung komme es zu keiner Lösung, u. a. weigere er sich, der Taufe seines Sohnes zuzustimmen.

Das Gericht lehnte eine Übertragung des Sorgerechts auf die Mutter ab. Der Streit um die Taufe sei kein ausreichend gewichtiger Grund dafür. Stattdessen könne die Mutter vor dem Familiengericht eine Entscheidung dazu beantragen. Allerdings müsse sie sich zuvor ernsthaft um eine Einigung in diesem Punkt mit dem Vater bemühen.

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